Vorarlberger und Liechtensteiner Gemeinden bringen Grünflächen zum blühen!

Die Anlage und Pflege von Wildblumenwiesen ist eine Kunst für sich. Zunächst kommt es darauf an die richtige Technik und das passende Saatgut für den Standort auszuwählen, um die Entwicklung der Fläche anschließend über die angemessene Pflege zu steuern. Das verlangt den Grünflächenpflegenden einiges an Wissen und Erfahrung und der Bevölkerung an Geduld ab, denn eine Wildblumenwiese entsteht nun mal nicht von heute auf morgen. Für den dadurch entstehenden Mehrwert für Mensch und Tier, lohnt es sich aber dran zu bleiben!

Verantwortliche aus Vorarlberg und Liechtenstein tauschten sich im Rahmen des internationalen Projektes „natürlich bunt & artenreich“ über die naturnahe Gestaltung und Pflege von öffentlichen Grünflächen aus. Auf einer Rundtour durch ausgewählte Gemeinden erkundeten die Teilnehmenden unterschiedlichste Erfahrungsflächen, lernten von den Herausforderungen, die ihre Kolleginnen und Kollegen zu bewältigen hatten und staunten über die ein oder andere Insel der Artenvielfalt mitten im Siedlungsgebiet.

Auch Schwarzach war dabei: ein kleiner Park mitten im Ortgebiet wird zu einer kleinen Wildbienen-Oase entwickelt. Entlang der Mauer ist schon ein attraktiver und bunter Saum. Und auch die kleine Wiese bei den Bänken wird in ein bis zwei Jahre blühen und summen – bis dahin bedarf diese Fläche noch frisches Saatgut und Pflegeschnitte. Die Hochstaudenflur am Mühleweg blüht derweil schon für Schmetterlinge und Co. Ein voller Erfolg!

Die Stadt Donrbirn setzt schon länger auf naturnahe Gestaltung und hat vor allem in den Einfallstraßen artenreiche Wildblumenwiesen angesät. Die Aktivitäten der Stadt motivieren immer wieder auch die Schulen. Im BRG Dorbirn-Schoren wurden im Rahmen des Wahlpflichtfachtes Ökologie drei Flächen mit einer Größe von 3 x 2 m in Wildblumenwiesensegmente umgewandelt. Bis heute wird die Fläche von den Schülerinnen und Schülern sowie vom zuständigen Lehrer gehegt und gepflegt. Ihre Blütenpracht erfreut inzwischen nicht nur Wildbiene, Schmetterling & Co. sondern die ganze Schule.

In Röthis wurde die Gruppe von Bürgermeister Roman Kopf, dem Erhalt und Förderung artenreicher Wiesen in der Gemeinde ein persönliches Anliegen ist, in Empfang genommen. In den Wiesen rund um die Volksschule schlummerte bereits ein großes Potenzial, das sich schon allein durch die angepasste Pflege weiter fördern lässt. Im Bereich hinter der Schule, der im Zuge der Umbauarbeiten im Jahr 2015 neu angelegt wurde, sprießt bereits das Wildblumensaatgut mit Margerite, Flockenblume und Wiesenpippau. Eine gelungene Blumenwiese die durch regelmäßige Mahd in Zukunft Kindern, Scmetterlingen und Wildbienen Freude macht.

In der Marktgemeinde Rankweil präsentierte uns Wilfried Ammann den neu angelegten Wildbienen-Bahnhof, der geeignete Nistmöglichkeiten, Futterpflanzen und Strukturreichtum an einem Standort versammelt. Eine 145 m lange Trockensteinmauer und eine Vielzahl an heimischen Wildstauden und Sträuchern runden das vielfältige Lebensraumangebot ab. Im Anschluss ging es ins naturnahe Betriebsgebiet am Römergrund, wo den Teilnehmenden die Ökologie heimischer Gehölze näher gebracht wurde.

Begleitet wurde der Tag von den Naturgarten Profis Reinhard Witt, Katrin Kaltofen und Eugen Sturmlechner sowie der Ökologin Katrin Löning, welche viele praktische Tipps und Tricks für die Teilnehmenden im Gepäck dabei hatten.

Workshop Mai 2018 © Christina Timmerer
interreg Europäische Union Lichtenstein naturvielfalt LGU Naturgarten e.v. netzwerk blühendes vorarlberg pulswerk
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