Seewasserwerk Wollishofen © pulswerk Seewasserwerk Wollishofen © pulswerkSt. Jakobshalle, Basel © pulswerkKehrichtheizkraftwerk St. Gallen © pulswerkErdhaussiedlung in Dietikon von Peter Vetsch © pulswerkBio-Legehennenstall Rothenfluh/Asphof © pulswerk

Exkursion Biodiversitätsdächer in die Schweiz

Freitag 7. Juni 2019 // Leitung: Dr. Stephan Brenneisen, ZHAW

Wein und Orchideen auf dem Dach des Kehrichtheizkraftwerk, St. Gallen

  • 2017 realisierte die Forschungsgruppe Stadtökologie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil ein Duales Dachbegrünungssystem auf dem Dach des Kehrichtheizkraftwerkes (KHK) St. Gallen, bei welchem die beiden Aspekte «Artenschutz» und «Urbane Landwirtschaft» auf derselben Dachfläche umgesetzt wurden. Artenschutz wird in Form von Magerwiesen (Molinion und Mesobromion), mit einheimischen Orchideen als Zielarten,betrieben. Hierzu wurden mithilfe von unterschiedlichen Schichtaufbauten und Substratkombinationen insgesamt sieben verschiedene Lebensräume geschaffen.
  • Unter dem Gesichtspunkt der Urbanen Landwirtschaft wird in 52 Trögen mit insgesamt 156 Rebstöcken, in denen insgesamtfünf pilzwiderstandsfähige Rebsorten (PIWI) verwendet werden,Rebbau betrieben.
  • Bei diesem dualen Dachbegrünungssystem ist vor allem der konträre Nährstoffhaushalt der beiden Nutzungsformen eine Herausforderung. Reben benötigen Böden, welche gut mit Nährstoffen versorgt sind. Orchideen sind hingegen auf magere Standorte mit niedrigem Stickstoffhaushalt angewiesen, da sich sonst die für Orchideen lebensnotwendigen Mykorrhizapilzenicht entwickeln können.

100-Jahre altes Seewasserwerk, Wollishofen

  • Ein einzigartiges „Weltwunder der Bauökologie“. Gebaut 1914 als eines der ersten Stahlbetonbauten der Schweiz. Die begrünte Dachfläche ist seit 100 Jahren dicht (1,5 cm Gussasphalt Abdichtung) und gilt heute quasi als Naturschutzgebiet dank der Orchideenvielfalt, welche seinesgleichen sucht im Grossraum Zürich. Das Dach des unter Denkmalschutz stehenden Baukomplexes zeigt auf, wie die Flora aus den Zeiten des frühen 20. Jahrhunderts auf den Dächern erhalten werden konnte.
  • Lesen Sie hier mehr dazu.

Erdhaussiedlung von Peter Vetsch, Dietikon

  • Die Erdhäuser von Peter Vetsch sind nicht nur bzgl. desBaustilseinzigartig. Der Architekt hat hinsichtlich Baumaterialien und Dachbegrünungstechnik wichtige Erfahrungen erzielen können für bautechnisch optimierte, zukunftsorientierte Bauweisen. Wir besichtigen eine 1993 fertig gestellte Siedlungsanlage.
  • Lesen Sie hier mehr dazu.

Wiese auf dem Leichbaudach kühlt den Bio-Legehennenstall, Rothenfluh/Asphof

  • Die Dachbegrünung auf dem landwirtschaftlichen Nutzbau ist eine perfekte Landschaftsintegration sowie Klimaanlage für die 2000 darin lebenden Legehennen. Auf dem Holzbau wurde eine Leichtbau-Dachbegrünung realisiert, welche Vorbild war für ähnliche Begrünungen auf Hallenbauten wie bspw.Tramdepots in Basel.

Dachbegrünung und Solaranlagen kombiniert auf dem Schulhaus Sandgruben, Basel

  • Im Rahmen eines Schulhaus-Projektes unter Einbezug der Schüler wurde die bestehende Dachbegrünung mit einer Solaranlage ergänzt. Das verwendete System ermöglicht eine parallele Nutzung der Dachfläche als begrünte Oase zur Förderung der Biodiversität sowie zur zielgerichteten Energiegewinnung.

Naturnahe Dachbegrünung St. Jakobshalle, Basel

  • Auf dem neu eingerichteten Dach der St. Jakobshalle wurde versucht mitverschiedenen Substratvarianten und Ansaatverfahren ein Habitat entsprechend einem nahe gelegenen Naturschutzgebiet (Reinacher Heide) einzurichten.
interreg Europäische Union Lichtenstein naturvielfalt LGU Naturgarten e.v. netzwerk blühendes vorarlberg pulswerk
close