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Blumenwiesen für mehr Lebensqualität

Heimische Wildpflanzen begeistern durch Duft- und Farbvielfalt und bieten vielen Tieren einen wichtigen Lebensraum. 26 Vorarlberger und Liechtensteiner Gemeinden zeigen, wie durch nachhaltige Blühflächen ein Mehrwert für Mensch und Natur entsteht und dabei Geld und Arbeitseinsatz gespart werden können. Das Projekt „natürlich bunt & artenreich“ fördert das Wissen und die Vernetzung rund um nachhaltige Blühflächen im öffentlichen Raum.

Das Interreg-Projekt "natürlich bunt & artenreich" ist Teil des Projektes Blühendes Bodenseeland.

Aktuelles

Feierlicher Projektabschluss am 16. November 2018

26 Vorarlberger und Liechtensteiner Gemeinden haben im Rahmen des INTERREG-Projektes „natürlich bunt & artenreich“ gezeigt, wie durch nachhaltige Blühflächen ein Mehrwert für Mensch und Natur entsteht. Bei der Abschlussveranstaltung am 16. November 2018 im Landhaus würdigten Landesrat Johannes Rauch und die liechtensteinische Umweltministerin Dominique Hasler dieses Engagement: „Die Gemeinden, die Blumenwiesen auf ihren Gemeindeflächen und blühenden Straßenrändern eine Chance geben, sind Vorbilder und helfen tatkräftig mit, die Naturvielfalt in Vorarlberg und Liechtenstein zu schützen und zu fördern“.

„Geht es Bienen und Schmetterlingen gut, dann ist die Lebensqualität auch für uns Menschen hoch“, ergänzt Landesrat Rauch. Ziel des Projektes natürlich bunt und artenreich ist es vielfältige und blütenreiche Lebensräume für Mensch und Tier zu entwickeln, zu erhalten und zu pflegen. 20 Vorarlberger und sechs Liechtensteiner Gemeinden sowie eine Schule haben sich an diesem Projekt beteiligt und die Ansiedlung von Wildbienen im öffentlichen Raum gefördert: Drei Jahre lang wurden Grünflächen zu artenreichen Lebensräumen entwickelt oder auch neu angelegt. Dabei reichen die Maßnahmen von einfachen Pflegeumstellungen (weniger und abgestuft mähen) über kleine Nachpflanzungen und Ansaaten bis hin zu Neuanlagen. Über 70 Teilnehmende aus 26 Gemeinden, meist Bauhofmitarbeitende, aber auch engagierte Privatpersonen, haben sich in den letzten drei Jahren für ihre Gemeinde Wissen über Wiesen, Wildbienenlebensräume und vielfältige Begrünungsmethoden angeeignet.

Katrin Löning vom Österreichischen Ökologie-Institut und Monika Gstöhl von der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz stellten die größten Highlights und Herausforderungen des Projektes vor. Letztere liegen vor allem darin, die bisherigen Gewohnheiten, Grünflächen nach Bautätigkeit schnell zu humusieren und mit schnellwüchsigem artenarmen Regelsaatgut anzusäen, zu durchbrechen und stattdessen artenreiche Lebensräume entstehen zu lassen. Die Wildbienen danken es uns: so wurden beispielsweise die Blühflächen in Rankweil gut angenommen, und es konnten rund 140 verschiedene Wildbienenarten gefunden werden, wie Wildbienenexperte Timo Kopf berichtete. Durch die Verwendung von heimischen Pflanzen, Schaffung von artenreichen Standorten etc. kann auch im Siedlungsraum ein aktiver Beitrag zur Sicherung der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren und auch für unsere Lebensqualität geleistet werden. Im anschließenden Podiumsgespräch mit Vertreter*innen aus Praxis, Verwaltung, Gemeinde- und Landespolitik wurde über bereits gemachte Erfahrungen, gemeisterte Herausforderungen und weitere, zukünftige Schritte diskutiert. Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte der Soloflötist Hossein Samieian. Die zarten Klänge begleiteten die Teilnehmenden wie der Flug einer Biene, eines Schmetterlings von Blüte zu Blüte durch den Vormittag.

Termine

Derzeit gibt es keine aktuellen Termine.

Nachlese

  • Feierlicher Projektabschluss am 16. November 2018
  • "natur vielfalt bauen" Internationales Symposium von 24.-25. Oktober 2018 im Monforthaus Feldkirch (A) | natur vielfalt bauen
  • Wildbienen-Workshop «natürlich bunt & artenreich» am 6. Juni 2017 in Liechtenstein | Wildbienen-Workshop
  • Pflegeworkshop «natürlich bunt & artenreich» am 6. April 2017 in Mäder | Pflegeworkshop
  • Workshop zur naturnahen und pestizidfreien Pflege von Friedhöfen am 4. Oktober 2016 im Pfarrzentrum Hard | natur.oase.friedhof

gefördert von
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