Schritt für Schritt zu naturnahen Blühflächen

Was ist eine Erfahrungsfläche?

• Ein Lernfeld im öffentlichen Raum
• Naturnah gestalten oder naturnah belassen
• Hauptsächlich regionale und lokale Wildpflanzen
• Ohne Pestizid- und Düngeeinsatz angelegt und gepflegt

Welche Flächen sind als Erfahrungsfläche geeignet?

Im Rahmen des Projektes geht es darum, auf Erfahrungsflächen etwas Neues auszuprobieren und andere Wege in der Pflege zu gehen. Auch wenn wir vielerorts sehr gute Entwicklungen feststellen konnten, kann auch mal etwas misslingen, etwas Unerwartetes passieren. Die Natur wartet immer wieder mit Überraschungen auf und wir Menschen sind die Eigendynamiken im Siedlungsraum kaum mehr gewohnt. Daher bietet es sich an, die Erfahrungsfläche in einem unauffälligen Bereich der Gemeinde zu wählen, um eigene Erfahrungen und Sicherheiten zu sammeln.

Einschätzung der Ausgangssituation und Herangehensweise

Zuallererst ist es notwendig, den Standort und die bestehende Vegetation einer Fläche richtig einzuschätzen und zu beurteilen, welcher Wiesentyp idealerweise entstehen kann bzw. ob bereits ein artenreicher Bestand vorliegt, der durch sanfte Eingriffe gelenkt werden kann.

Die Maßnahmen können reichen von:

Pflegeumstellung

• Weniger tun – Düngung aussetzen, Schnitte reduzieren

Aufwertungen

• Wenige Initialpflanzen von passenden Wiesenarten (heimische Wildstauden)
• Einsaat in Lücken (Heublumen, Mähgut, Handelssaatgut)
• Streifeneinsaat (Bodenbearbeitung notwendig)

Neuanlage

• Ganze oder teilweise Neuanlage mit Handelssaatgut oder Mahdgutübertragung, Bodenaufbau neu)

Für die meisten Maßnahmen, die die Anreicherung des Artenspektrums oder eine Neuanlage betreffen, eignen sich Methoden der Mahdgutübertragung oder Heublumenansaat.

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